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    Ziel noch nicht erreicht

    Ziel noch nicht erreicht

    • WDR

      Bei der siebten Verhandlungsrunde im WDR am 19. November 2019 haben sich beide Seiten aufeinander zu bewegt. Von einer Einigung ist man aber noch weit entfernt.

      Das Angebot des Senders bleibt weit hinter den Erwartungen nach dem Gespräch auf ARD-Ebene zurück. Insbesondere die Weigerung des WDR als letzte ARD-Anstalt endlich auch eine Erhöhung von Effektivhonoraren für Freie zu akzeptieren, ist nicht nachvollziehbar. Der WDR besteht weiter darauf, nur die Mindesthonorare zu erhöhen. Die Mehrzahl der Freien bliebe damit von jeder linearen Tariferhöhung ausgeschlossen.

      Die Gewerkschaften erklärten gleichwohl deutlich ihre Absicht, am 19. November bis zu einer Einigung zu verhandeln, aber leider war die Zeit der Geschäftsleitung begrenzt.

      Die Verhandlungen mussten deshalb erneut ohne Ergebnis vertagt werden. Die Tarifvertragsparteien werden einen neuen Termin vereinbaren.

      Mehr Informationen auf der Website von ver.di im WDR und bei ver.di WDR auf Twitter

    • SWR

      Am 18. November hat ver.di im SWR dem Sender mitgeteilt, dass es auf der Basis des Verhandlungsstands der siebten Tarifverhandlungsrunde vom 7. November keinen Tarifabschluss geben kann. Nachdem die Geschäftsleitungen der Sender ihre Verhandlungen zentral abgestimmt haben, um einen niedrigen Abschluss zu erzielen, zeigt sich auch ver.di innerhalb der ARD solidarisch. Aus folgenden Gründen gibt es deshalb vorerst noch keinen Tarifabschluss:

      • Mit 2,5/2,0/1,7% würden die im SWR dauerhaft wirkenden linearen Entgelterhöhungen bei gleicher Laufzeit (33 Monate) zu weit unter dem Niveau des Tarifabschlusses im öffentlichen Dienstes der Länder in diesem Jahr liegen (3,2/3,2/1,4%).
      • Die Bewertung des fünfjährigen Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen mit einer Reduzierung der Entgelterhöhungen im Volumen von 1,0%, wie sie die SWR-Arbeitgeberseite vorgenommen hat, ist unrealistisch und viel zu hoch. In den nächsten fünf Jahren werden im SWR einige hundert Beschäftigte altershalber ausscheiden. Davon wird nach den Erfahrungen der letzten Jahre etwa die Hälfte wiederbesetzt. Der SWR war dabei auch nicht bereit auf sachgrundlose Befristungen zu verzichten. Das bedeutet, dass auch ohne betriebsbedingte Kündigungen im SWR Personalabbau in großem Umfang stattfinden kann.
      • Das bisherige Verhandlungsergebnis im SWR wird von den anderen ver.di-Senderverbänden in der ARD als ein möglicher Pilotabschluss nicht akzeptiert. Dort laufen die Verhandlungen vor dem Hintergrund einer breiten Streikbewegung weiter. Ein verfrühter Abschluss im SWR hätte die Verhandlungen in den anderen Sendern belastet.

      Den Beschluss, unter diesen schlechten Bedingungen keinen Tarifvertrag abzuschließen, sondern weitere Gespräche und Verhandlungen anzustreben, hat der zuständige Bundestarifausschuss öffentlich-rechtlicher Rundfunk von ver.di gefasst. In diesem Gremium, das aus ehrenamtlichen Delegierten der ver.di-Senderverbände in den ARD-Anstalten, des ZDF und des Deutschlandradio besteht, wurde bei der Entscheidung berücksichtigt, dass unter den ver.di-Mitgliedern im SWR das Tarifergebnis vom 7. November breite Zustimmung gefunden hatte.


    Noch kein ver.di-Mitglied? Dann #jetzteinschalten!

    ***Hinweis: Da zwar in allen Senden Tarifverhandlungen stattfinden, jedoch nicht zu den gleichen Zeiten, wird diese Übersicht laufend um weitere Sender ergänzt. Am weitesten fortgeschritten in den Tarifverhandlungen sind derzeit NDR und WDR sowie der SWR, in anderen Sendern startet die Tarifrunde erst noch. Die Übersichten mit Berichten zu den jeweiligen Tarifverhandlungsrunden in den Sendern gibt es hier.

    Alle Infos zur Tarifrunde

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    Foto/Grafik: Motivbearbeitung: Petra Dreßler