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    Tarifrunde beginnt bei Radio Bremen und Bremedia

    Tarifrunde beginnt bei Radio Bremen und Bremedia

    25. Oktober 2019

    Am 29. Oktober beginnen die Gehaltstarifverhandlungen bei Radio Bremen und Bremedia. Zur Erinnerung: Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wird seit dem Frühjahr verhandelt. Die Intendanten haben sich verabredet, die Sender von der Gehaltsentwicklung im Öffentlichen Dienst abzukoppeln. Auf lange Sicht führt dies zu hohen Ausfällen in Gehalt und Rente. Bislang galten diese Abschlüsse immer als Richtschnur. Trotz mehrerer, auch bundesweit organisierter Streiks mit über 3000 Teilnehmern, bleiben die Intendanten bei ihrer harten Haltung.

    Bei Radio Bremen und Bremedia enden die alten Tarifverträge im Herbst, sodass wir jetzt auch mit den Verhandlungen beginnen können. Auf Vorschlag von ver.di wird es gemeinsame Verhandlungen für Radio Bremen und Bremedia über die Höhe des geforderten Volumens geben. In getrennten Runden werden dann die betriebsspezifischen Forderungen für Radio Bremen und die Bremedia verhandelt.


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    ver.di hat euch im Frühjahr zu möglichen Forderungen befragt. Die Ergebnisse wurden in einer Mitgliederversammlung vorgestellt und diskutiert. In einem 2-tägigen Workshop haben dann die ver.di-Aktiven des Senderverbands die Forderungen für diese Tarifrunde festgelegt.

    Sie lauten:

    • Anhebung der Gehälter und Honorare um 6 Prozent/12 Monate, mindestens aber 200 Euro
    • Anhebung der Vergütungen von Azubis und Praktikant*innen um 100 Euro
    • Einführung eines Essensgeldzuschlags in Höhe von 75€/Monat
    • Jährliche Einmalzahlung in Höhe des individuellen Gewerkschaftsbeitrags

    Außerdem für Radio Bremen:

    • Einführung eines Kinder- bzw. Familienzuschlags für Freie
    • Einführung eines Wahlrechts: freie Tage oder Tariferhöhungen

    Außerdem für Bremedia:

    • Umwandlung des Kindergartenzuschlags in einen Kinderzuschlag
    • Anhebung des Sonntagszuschlags auf 50 Prozent
    • Aufstockung des Krankengeldes auf 83 Prozent des durchschnittlichen Nettoeinkommens für bis zu 12 Monate
    • Bereitschaft, die seit mehreren Monaten stattfindenden Gespräche über eine angepasste Vergütungsstruktur in die Verhandlung über die Anhebung der Gehälter und Honorare einfließen zu lassen.

    Mit eurer Teilnahme am bundesweiten Aktionstag habt ihr auch unserer Leitung des Hauses gezeigt, dass ihr die Forderungen der Gewerkschaft unterstützt.

    Für euch verhandeln:
    Natalie Schleufe, Gerrit Busch, Monika Grüning, Michael Behrens, Michael Henn, Jan Wohltmann,
    Holger Möller, Evgeny Ratushnyak, sowie Lutz Kokemüller und Lars Stubbe von ver.di


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