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    Warnstreik beim WDR führt zu Ausfällen

    Warnstreik beim WDR führt zu Ausfällen

    10.07.2019

    Rund 400 Beschäftigte beteiligten sich an dem gestrigen Warnstreik im WDR und Beitragsservice, zu dem die Gewerkschaften ver.di und DJV aufgerufen hatten. Von 6:00 Uhr bis 24:00 Uhr wurde gestreikt; dabei kam es zu Programmausfällen und erheblichen Störungen im Produktionsablauf. Das ARD Morgenmagazin konnte nur eingeschränkt live gesendet werden - zwischen 7:00 Uhr und 8:00 Uhr lief eine Aufzeichnung. Ein Drehtag der "Lindenstraße" musste auf Grund des Streiks ausfallen und die Produktion von "Ladies Night" wurde stark verzögert.

    Die Kolleg*innen gingen für ihre Forderungen nach einer echten Tariferhöhung auf die Straße. Die bereits geforderten Anhebungen der Gehälter und Honorare um 6% waren vom WDR in der letzten Verhandlungsrunde mit Gegenforderungen abgewiesen und durch Mini-Erhöhungen ersetzt worden. Außerdem hatte der WDR vorgeschlagen, die Stufensteigerungen auf drei statt zwei Jahre zu spreizen, was im Laufe eines Berufslebens erhebliche Einbußen zur Folge hätte. Die Beschäftigten wollten dieses Angebot, welches die Abkoppelung vom Tarifergebnis des Öffentlichen Dienstes der Länder bedeuten würde, nicht als Grundlage für die kommenden Verhandlungsrunden akzeptieren.

    In der Stellungnahme des WDR zu den Arbeitskampfmaßnahmen wurde auf den vermeintlichen Personalabbau und Einschnitte im Programm verwiesen, folge man den Tarifforderungen der Gewerkschaften.

    Im Laufe des gestrigen Tages zeigten sich die Kolleg*innen der anderen Rundfunkanstalten mit den Streikenden im WDR solidarisch und sendeten ermutigende Soliadressen.

    Zahlreiche Medien berichteten über den WDR-Warnstreik sowie die daraus folgenden Ausfälle im WDR-Programm: