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    Radio Hamburg kämpft für den Tarifvertrag

    Radio Hamburg kämpft für den Tarifvertrag

    19.07.2018

    Die Beschäftigten von Radio Hamburg wollen nicht mehr hinnehmen, dass sie immer ärmer werden, während sich die Gesellschafter Millionen-Gewinne ausschütten und fordern deshalb mit der Kampagne #WirSindRadioHamburg nun einen Tarifvertrag. Der Radiosender lehnte Tarifverhandlungen ab, bot aber zusätzliche Leistungen sowie eine Erfolgsprämie von 1000 Euro. Auf einer heute anberaumten Mitarbeiterversammlung zeigten sich die Beschäftigten gegenüber der Geschäftsführung geschlossen und quittierten dieses Angebot mit demonstrativer Stille.

    Einen Gewinn von 5,7 Millionen Euro erwirtschaftete der Privatsender, zu dessen Gesellschaftern Axel Springer, RTL und die Bauer Media Group gehören, im Jahr 2016. In den Taschen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter landet davon gerade mal das Nötigste. Darauf machen diese nun mit der Kampagne #WirSindRadioHamburg aufmerksam, zu der sie eine Website aufgesetzt haben und sich mit einem eigens produzierten Video an ihre Hörerinnen und Hörer wenden. Darin heißt es etwa: „Seit Jahren kein verlässlicher Inflationsausgleich, wir werden jedes Jahr ärmer. Keine Altersvorsorge, keine einheitliche und verlässliche Regelung für Prämien oder andere Vergütungen. Weihnachts- und Urlaubsgeld gibt es in vielen Verträgen nicht mehr. So gut wie keine Beteiligung am wirtschaftlichem Erfolg, die Gewinne werden größtenteils an die Gesellschafter ausgeschüttet. Kein gleichbleibendes Lohnniveau, später eingestellte Kollegen arbeiten zu immer schlechter werdenden Konditionen, die Gehaltskurve zeigt in den letzten Jahren nach unten“.

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    Das Video zur Kampagne: