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    "Wir in Bayern" streiken

    "Wir in Bayern" streiken

    Eine große Gruppe von Menschen steht vor einer Treppe, einige sitzen auf den Treppenstufen ver.di Streikversammlung beim Bayerischen Rundfunk in Freimann am 24. Oktober 2019

    25. Oktober 2019

    Etwa 350 Beschäftigte des Bayerischen Rundfunks sind gestern dem Streikaufruf von ver.di gefolgt und haben von 13 Uhr bis 18:15 Uhr am BR-Standort München-Freimann gestreikt. Der Ausstand hatte erneut Programmstörungen- und Ausfälle zur Folge.

    In Freimann arbeitet unter anderem das BR-Fernsehen sowie der größte Teil der BR-Produktion, sodass es durch den Streik zahlreiche Änderungen im Produktionsablauf gab. Bereits kurz nach Beginn des Ausstands musste so die Hörfunk-Sendung „regionalZeit Südbayern“ auf Bayern2 von 13:30 Uhr bis 14:00 Uhr entfallen, weil sich Redaktionskolleg*innen und Tontechnik am Streik beteiligten.

    Im Fernsehen kündigte die Rundschau um 16 Uhr gleich zu Beginn an, dass heute nicht wie gewohnt gesendet werden könne, da es wegen eines Warnstreiks im Bayerischen Rundfunk zu Produktionsausfällen komme.

     


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    Eine Auszubildende hält eine auf Karton gestanzte Sprechblase in der Hand, auf der steht: "Auszubildende übernehmen! Die brauchen wir zur Verjüngung." ver.di Streik beim Bayerischen Rundfunk in Freimann am 24. Oktober 2019: Auch die Azubis streiken mit

    Kurz darauf musste wie schon beim letzten Streik am 18. September die Sendung „Wir in Bayern“ entfallen, stattdessen gab es aus der Konserve je eine Wiederholungsfolge „Gipfelstürmer“ und dann „Landgasthäuser“. Die Live-Sendung „Abendschau – Der Süden“ sowie die im gesamten Sendegebiet ausgestrahlte „Abendschau“ wurden komplett abgesagt und durch die „Frankenschau aktuell“ ersetzt. Um 18 Uhr 30 wies dann auch noch einmak die Nachrichtensendung „Rundschau“ auf die Auswirkungen des Streiks hin und entschuldigte sich für eventuelle ungewohnte Auswirkungen im Sendungsablauf.

    Weil die Kolleg*innen aus Produktion und Redaktionen die Arbeit niedergelegt hatten, mussten zudem einige geplante Dreh- und Postproduktionstage abgesagt werden.

    Zahlreiche Solidaritätsbotschaften gab es – wie schon für den Streik beim SWR tags zuvor – aus den anderen ver.di-Senderverbänden im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wie etwa dem NDR, der gestern seine bereits sechste Verhandlungsrunde ergebnislos beenden musste.


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