BR-speziell

    BR: Tarifforderungen 2019

    11.2.2019

    BR: Tarifforderungen 2019

    Am 31.3.2019 endet im BR die laufende Vergütungsvereinbarung

     

     

    Bei jeder bisherigen Tarifverhandlung behauptete die Geschäftsleitung, sie könne nichts anderes vereinbaren als zuvor im öffentlichen Dienst der Länder (ÖD) abgeschlossen worden sei, weniger gehe schon, mehr aber gar nicht. Also haben wir uns diesmal mit unseren Forderungen beim BR an das gehalten, was ver.di beim öffentlichen Dienst der Länder (ÖD) gefordert hat.

    Aber beim BR ist einiges anders als im ÖD. Also haben wir die Forderungen des ÖD auf die Gegebenheiten beim BR übertragen, denn beispielsweise gibt es beim BR keine Pflegeberufe, dafür aber Freie Mitarbeiter, die wiederum der ÖD nicht hat.

    In der letzten Vergütungsrunde 2017-2019 hatten wir zwar die linearen Erhöhungen des ÖD erreichen können, aber alle sonst noch vereinbarten Strukturverbesserungen eben nicht. Das soll uns diesmal nicht mehr passieren.

    Und zusätzlich hatten wir dem BR durch Leermonate kurzfristig unter die Arme gegriffen. Wir sind der Meinung, dass einmal reicht, auch weil dafür dieses Jahr keine Rechtfertigung besteht.

    Im ÖD war die Gehaltsvereinbarung bereits zum Jahreswechsel ausgelaufen, zwei Verhandlungen haben inzwischen stattgefunden, aber eine Einigung ist noch nicht in Sicht. Beim BR wurde noch nicht verhandelt, denn unsere Vereinbarung läuft noch bis Ende März.

     

    Die Tarifforderung im ÖD ist ein umfangreiches Paket aus vielen Komponenten – ebenso auch unsere beim BR.

     

    Tarifforderungen 2019 beim BR

    -Gehaltserhöhung um 6 %, mindestens aber um 200 € im Monat

    -Erhöhung der Beträge des Honorarrahmens und aller effektiv gezahlten Honorare, sowie aller laufenden Pauschalhonorare um 6 %

    -Erhöhung der monatlichen Vergütungssätze für Auszubildende, Praktikant*innen, Volontär*innen und Hospitant*innen um 100 € im Monat

    -12 Monate Laufzeit

    -Übernahme der Auszubildenden und Volontär*innen nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung

    -Tarifregelungen für Studierende in ausbildungs- und praxisintegrierten dualen Studiengängen

    -Honorarregelungen für 12a-Freie für Weiterbildungen, die vom BR erwartet werden

    -Honorierungssystem verbessern und in Kraft setzen

    -Dauer des Zusatzurlaubs für Nachtarbeit nach Tz. 353.9 MTV um 50 % anheben

    -Einführung eines Zeitzuschlags für Samstagsarbeit in Höhe von 20 %

    -30 Arbeitstage Erholungsurlaubsanspruch für Auszubildende, Praktikant*innen, Volontär*innen und dual Studierende

    -Zwingende tarifliche Regelung von Befristungen mit Verbot sachgrundloser Befristungen

    -Kein Stufenrücksprung bei Umgruppierungen

     

    Zum Vergleich die Tarifforderungen 2019 beim ÖD

    -Erhöhung der Tabellenentgelte um 6 %, mindestens aber um 200 €

    -Zusätzlich Erhöhung der Pflegetabelle um 300 €

    -Erhöhung der Entgelte für Auszubildende und Praktikanten um 100 €

    -12 Monate Laufzeit

    -Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung

    -Regelungen über die Ausbildungsbedingungen von Studierenden in ausbildungs- und praxisintegrierten dualen Studiengängen

    -Entgeltordnung verbessern und in Kraft setzen

    -Die Dauer des Zusatzurlaubs für Wechselschicht- und Schichtarbeit für die Beschäftigten in Universitätskliniken und Krankenhäusern wird unter Hebung der Höchstgrenze des § 27 Abs. 4 TV-L um 50 Prozent angehoben

    -Der Zuschlag für Samstagsarbeit für die nichtärztlichen Beschäftigten in Universitätskliniken und Krankenhäusern wird auf 20 Prozent angehoben

    -Die Dauer des Erholungsurlaubsanspruchs für Auszubildende und Praktikanten wird auf 30 Arbeitstage angehoben

    -Abschaffung der sachgrundlosen Befristungen

    -Stufengleiche Höhergruppierung