Bayerischer Rundfunk

    BR unterbreitet kein Angebot

    3.7.2019

    BR unterbreitet kein Angebot

    Vergütungsrunde 2019

     

     

    Bei der Tarifverhandlung gestern hat uns der BR kein konkretes Verhandlungsangebot unterbreitet. Er stellte lediglich in Aussicht, uns zu gegebenerZeit (unser Tarifvertrag ist bereits vor drei Monaten ausgelaufen!) ein Angebot unterbreiten zu wollen, das dann möglicherweise den Angeboten der anderen Rundfunkanstalten vergleichbar sein könnte. Allerdings hat er uns schon mal ein paar zusätzliche Gegenforderungen präsentiert, also Verschlechterungen wie etwa der Wegfall des Urlaubsgeldes für Neueintritte.

    Im Öffentlichen Dienst der Länder hat es nach relativ kurzer Verhandlung (und gezielten Streiks) einen Tarifabschluss gegeben, der im Volumen etwa 3 % Erhöhungen pro Jahr bedeutet. Die anderen ARD-Anstalten haben bisher zwischen 1,9 und 2,0 % Steigerung pro Jahr geboten – also massiv weniger als in ÖD und Wirtschaft bereits vereinbart wurde.

    Wir sind dem in Aussicht gestellten „Angebot“ des BR nicht näher getreten.

    Unsere ursprüngliche Forderung hatte 6 % pro Jahr geheißen. Wir hatten im Vorfeld der Verhandlung bereits signalisiert, dass wir uns gegebenenfalls mit den 3 % des Öffentlichen Dienstes zufrieden geben würden, allerdings ohne uns dann noch Gegenforderungen des BR davon abzuziehen zu lassen.

    Die ARD-Anstalten haben sich untereinander abgesprochen, dieses Jahr ihre Mitarbeiter von der allgemeinen Einkommensentwicklung und insbesondere von jener im Öffentlichen Dienst abzukoppeln, die uns doch bisher stets als Maßstab vorgehalten worden war. Von diesem ihrem Beschluss weicht bisher auch offensichtlich keine Anstalt ab – auch nicht der BR.

    Nicht bloß die Häuser, auch die Senderverbände der Gewerkschaften habensich untereinander abgesprochen: Keiner wird diese Abkopplung akzeptieren.

    Unter diesen Randbedingungen macht es keinen Sinn, Anstalt für Anstalt neue Verhandlungstermine abzusitzen und darauf zu hoffen, dass eine vielleicht umfällt. Beim NDR hat es bereits einen mehrstündigen Streik mit massiven Auswirkungen aufs Programm gegeben – leider ohne Erfolg.

    Da wir in einigen Bundesländern bereits Sommerferien haben, werden wir erst nach deren allseitigen Ende über Arbeitskampfmaßnahmen entscheiden, um senderübergreifend vorgehen zu können.

    So viel Eskalation muss offenbar sein!

    Für den Fall, dass sich dann doch etwas bewegen sollte, haben wir folgende Verhandlungstermine mit dem BR vereinbart:

    Freitag 13.9., Freitag 27.9., Mittwoch 16.10. und Donnerstag 7.11.