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    IRT wird dichtgemacht

    „Entscheidung nicht nachvollziehbar“

    IRT wird dichtgemacht

    31.07.2020

    Nach monatelangem Ringen um die Zukunft des Instituts für Rundfunktechnik (IRT) in München-Freimann ist heute die Entscheidung gefallen, das renommierte Institut für Grundlagenforschung zu schließen. In den letzten Monaten hatten ver.di und der Betriebsrat des IRT mit dem Arbeitgeber über tarifliche und betriebliche Bedingungen für eine Weiterführung in verkleinerter Form verhandelt. Nun haben die Gesellschafter (ZDF, ARD, SRF und ORF) bekanntgegeben, dass es für das gemeinsam betriebene Institut keine Zukunft geben wird.

    „Dass sich die Gesellschafter des IRT gegen eine Fortführung entschieden haben, ist für uns nicht nachvollziehbar. Das IRT steht nicht nur für jahrzehntelange Kompetenz in der Grundlagenforschung, sondern sollte nach den vorliegenden Konzepten zur Restrukturierung auch in Zukunft die technische Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sicherstellen“, erklärte Luise Klemens, Landesbezirksleiterin von ver.di Bayern. Man sei bereit gewesen, signifikante tarifliche Einschnitte, insbesondere bei der betrieblichen Altersvorsorge in Kauf zu nehmen, führte Klemens aus: „Unser Ziel war es, so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten und für die Kollegen im IRT eine langfristige Perspektive zu schaffen.“ Die Schließung bedeutet nun auch das Aus für über 100 Arbeitsplätze.

    „Für uns ist der Kampf aber trotz dieser Entscheidung noch nicht vorbei“, erklärte Klemens. „Wir appellieren an die Staatsregierung, zusammen mit den Beschäftigten und uns dafür zu sorgen, dass der Wissenschaftsstandort Bayern nicht diesen herben Rückschlag verkraften muss. Es wäre grob fahrlässig, diese geballte Kompetenz zu verlieren“, ergänzte Klemens.

    Weitere Informationen:

    Annette Greca
    ver.di Bayern, Fachbereich Medien
    Tel. mobil  0160-3216310