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    Causa Schlesinger: Abfindungen wären nicht vermittelbar

    Causa Schlesinger: Abfindungen wären nicht vermittelbar

    16.08.2022

    Die Abberufung der rbb-Intendantin Schlesinger durch den rbb-Rundfunkrat am gestrigen Montag, dem 15. August 2022 war alternativlos. „Zu groß ist der politische Schaden, den die ehemalige Intendantin angerichtet hat“, sagt heute Andrea Kühnemann, stellvertretende Leiterin des ver.di-Landesbezirks Berlin-Brandenburg. Noch sei allerdings der Fall Schlesinger nicht beendet. Am 30. August 2022 wird dann der rbb-Verwaltungsrat tagen, um dem Vernehmen nach über Vertragsmodalitäten zu beraten. „Es wäre allerdings nicht vermittelbar, wenn zum Beispiel die Zahlung von Abfindungen vereinbart würde. Wir erwarten, dass das offensichtliche Fehlverhalten der Intendantin auch entsprechende Konsequenzen hat“, so Andrea Kühnemann.

    Aus Sicht der Gewerkschaft sei es jetzt ein Gebot der Stunde, dass sich die politisch Verantwortlichen in Berlin und Brandenburg mit der schwierigen Situation im rbb auseinandersetzen und die richtigen Schritte einleiten, um z.B. die Arbeitsmöglichkeiten der rbb-Kontroll-Gremien zu verbessern.

    „Für uns als Gewerkschaft ist klar: wir brauchen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und seine kritische und unabhängige Berichterstattung. Berlin und Brandenburg brauchen eine eigene, unabhängige und stabile Landesrundfunkanstalt. Das System hat sich bewährt und muss jetzt vor den Kräften geschützt werden, die ARD und ZDF zerschlagen wollen“, so Andrea Kühnemann.  

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