Deutsche Welle ist im Kern bedroht!

Zehn Sprachredaktionen vor Schließung: Protestveranstaltung am 23. Februar in Bonn
Pressemitteilung vom 20.02.2015

Die Gewerkschaft ver.di sieht den Auslandssender Deutsche Welle „im Kern bedroht“. Eine massive Unterfinanzierung bedrohe Programm und Arbeitsplätze. „Sollten die Sparpläne von Intendant Limbourg Realität werden, stehen zehn Sprachredaktionen am Standort Bonn vor der Schließung“, heißt es in einem Aufruf zu einer Protestveranstaltung am 23. Februar auf dem Bonner Münsterplatz. In Berlin drohe den linearen Fernsehprogrammen in Deutsch, Spanisch und Arabisch das Aus. Die chronische Unterfinanzierung habe bereits im letzten Jahr zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses bzw. zu einer Einschränkung bei 300 freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geführt, kritisiert die Gewerkschaft.  

Der gesetzliche Auftrag der Deutschen Welle könne nicht erfüllt werden, wenn die Sprachenvielfalt als Alleinstellungsmerkmal des deutschen Auslandsrundfunks fehle. „In Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen ist der Dialog zwischen den Kulturen, Religionen und Nationen unverzichtbarer denn je“, heißt es im Aufruf des „Gewerkschaftlichen Aktionsbündnisses Deutsche Welle/Bonn“ zu der Protestveranstaltung, die von ver.di, dem DJV sowie dem VRFF getragen wird.

Hinweis für die Redaktion
Die Protestveranstaltung beginnt um 14:00 Uhr auf dem Münsterplatz in Bonn. Der Demonstrationszug startet um 13:40 Uhr am U-Bahn-Ausgang Universität/Markt.

 
Deut­sche Wel­le ruft zur Kund­ge­bung ge­gen Ab­bau von Ar­beitsplät­zen am Bon­ner Müns­ter­platz am 23.02.2015 auf
© Aktionskreis DW Bonn

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Günter Isemeyer
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