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    DW: Erste Verhandlungsrunde

    DW: Erste Verhandlungsrunde

    6. November 2015

    Faires Gesamtpaket?

    In der ersten Verhandlungsrunde hat die Deutsche Welle für freie und angestellte Mitarbeiter zweimal 2,0 Prozent lineare Erhöhungen der Gehälter und Honorare für die Jahre 2016 und 2017 in Aussicht gestellt. Diese sollen erst zum 1.2.16 und zum 1.2.17 in Kraft treten. Für die Freien sollen nur die Mindesthonorare erhöht werden. Die Laufzeit des Gesamtpakets soll 25 Monate betragen - länger als bei allen anderen Sendern. Die jährliche Anpassung der Altersversorgung soll für die Zukunft auf ein Prozent fixiert werden und das losgelöst von Tariferhöhungen und Inflationsrate.

    DW-Angebot sehr deutlich unter Abschlüssen der ARD

    Das ist kein 'faires Angebot', wie es Frau Massing in Ihrer Intranetmeldung vom Verhandlungstag glauben machen möchte. Denn alle Beschäftigtengruppen werden unzumutbar belastet:

    • die linearen Erhöhungen sind zu niedrig,
    • geltende Verträge werden in Frage gestellt,
    • die Renten und Gehälter bei der DW werden von denen der ARD abgekoppelt,
    • wieder einmal sollen Freie keinen Verdienstzuwachs erfahren.

    Der Deutschen Welle ist es zu teuer, Freie entsprechend ihrer Leistung zu bezahlen. Renten sollen nicht 'fit gemacht werden' für die Zukunft. Rentner sollen auf vereinbarte Leistungen verzichten um die fehlende Finanzierung durch die Geldgeber auszugleichen. Und auch die Festangestellten sollen mit geringeren Zuwächsen abgespeist werden als Kolleginnen und Kollegen in der ARD.

    Mit der Verschlechterung der Altersversorgung, der Gehälter und Honorare wird sich die Konkurrenz- und Zukunftsfähigkeit der Deutschen Welle nicht verbessern.

    Für heute, den 6. November um 11:30 Uhr, haben die Gewerkschaften deshalb im Foyer der Deutschen Welle Berlin, Voltastraße 6, eine Informationsveranstaltung für alle festangestellten und Freien Mitarbeiter der Deutschen Welle angekündigt.