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    Bürgerradio bei TIDE akut gefährdet

    Bürgerradio bei TIDE akut gefährdet

    02. Mai 2016

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert den Erhalt des „TIDE-Bürgerradios“. Der Communitysender und Ausbildungskanal ist von Kürzungsplänen betroffen, unter denen in erster Linie das Bürgerradio, die Radio Ausbildungsredaktion und die Medienkompetenzprojekte der TIDE Akademie leiden würden.

    Hintergrund dieser Entwicklung ist eine Reduzierung der Mittelzuweisung der Medienanstalt Hamburg/ Schleswig – Holstein  (MAHSH) um ca. 111.000 Euro ab 2017. Begründet wird dieser Schritt von der MAHSH mit Mindereinnahmen aus Anbieterabgaben, sowie dem Vorschlag der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF), den Rundfunkbeitrag zu senken.Dazu Martin Dieckmann, Leiter des Fachbereiches Medien bei ver.di Hamburg: „Die geplanten Einschnitte bei TIDE sind vorauseilender Gehorsam gegenüber der KEF. Eine Beitragssenkung ist nicht einmal beschlossen.“ Wolfgang Kreider, Gewerkschaftssekretär bei ver.di Hamburg, ergänzt: „Bei TIDE stehen jetzt Arbeitsplätze auf dem Spiel. Hier wird eine qualitativ hochwertige Ausbildung für angehende Medienschaffende und interessierte Bürger angeboten; deren Zukunft steht nun in den Sternen.“ ver.di befürchtet, dass durch die Kürzungspläne die Vielfalt und der Bürgerzugang zu den öffentlichen Medien gefährdet werden könnte. Dazu Lars Stubbe, Projektmanager bei connexx.av in Hamburg. „Eine stärkere Ausrichtung an crossmedialen Inhalten darf nicht zur Abschaffung des Bürgerradios führen! Damit würde ein niedrigschwelliges Medienangebot eingestellt, das auch für die Medien der Zukunft weiterhin unerlässlich ist und allen Bürgern dieser Stadt eine Stimme geben kann.“

    Bei Rückfragen:

    Lars Stubbe, ver.di Netzwerk connex.av, Hamburg, 0170 6358051

     

    Pressekontakt

    Björn Krings

    Pressestelle

    ver.di Landesbezirk Hamburg

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