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    Tarifverhandlungen bei Antenne Thüringen

    Tarifverhandlungen bei Antenne Thüringen

    03. Juni 2016

    In der zweiten Runde der Tarifverhandlungen bei Antenne Thüringen diskutierten die Gewerkschaften mit der Geschäftsführung die Anwendung des Manteltarifvertrages für den privaten Rundfunk auf die Bedingungen des Senders. Dabei ging es insbesondere um Kündigungsfristen, Regelungen zur Umsetzung der wöchentlichen Rahmenarbeitszeit, die Freistellung von der Arbeit, Zeitzuschläge, die tarifliche Jahresleistung und die Entgeltfortzahlung im Todesfall.

    Die unterschiedlichen Auffassungen sind nicht grundsätzlicher Natur. So will die Geschäftsführung die Ansprüche aus Mehrarbeit und Zeitzuschlägen durch Gewährung von Freizeit ausgleichen, was mit Blick auf den Gesundheitsschutz auch sinnvoll ist. Die Gewerkschaften vertreten die Auffassung, dass im Einzelfall eine Bezahlung z. B. der Mehrarbeit möglich sein muss, weil es dafür persönliche und betriebliche Gründe geben kann. Außerdem werden Zuschläge für die Arbeit an besonderen Tagen, nämlich Sonn- und Feiertag, gewährt, um den Nachteil der davon Betroffenen gegenüber jenen auszugleichen, die nie an Wochenenden bzw. Feiertagen arbeiten müssen.

    Bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 29. Juni 2016 sollen die noch offenen Fälle einer fiktiven Eingruppierung der Beschäftigten nach dem Entgelttarifvertrag zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat besprochen sein. Damit wäre die Grundlage geschaffen, um über den Ausgleich der Entlohnungsungerechtigkeiten bzw. den Zuwachs an Gehalt zu reden.