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    Warnstreik legt Sendebetrieb lahm

    Saarländischer Rundfunk

    Warnstreik legt Sendebetrieb lahm

    25. Oktober 2017

    Rund 220 Beschäftigte des Saarländischen Rundfunks (SR) haben gestern vorübergehend die Arbeit niedergelegt. Wegen des Streiks musste der SR sein komplettes Fernsehprogramm im Dritten zwischen 16 und 20 Uhr absagen. Der Streik wurde heute fortgesetzt. Wie Radio Salü berichtet, ist es dabei zu weiteren Einschränkungen im Radioprogramm kommen. Dort gebe es zur Zeit „nur das Allernötigste an Infos und Moderationen“, schreibt die Redaktion.

    Zu dem Warnstreik aufgerufen hatten die Gewerkschaften ver.di, Saarländischer Journalistenverband (SJV), die Vereinigung der Rundfunk-, Film- und Fernsehschaffenden (VRFF) und die Deutsche Orchester-Vereinigung (DOV). Mit ihrem Ausstand fordern die Beschäftigten ein verbessertes Arbeitgeberangebot in den laufenden Tarifverhandlungen, insbesondere eine Gehalts- und Honorarerhöhung im Gleichschritt mit den anderen ARD-Anstalten, eine bessere Absicherung langjähriger freier Mitarbeiter_innen, eine bessere Berücksichtigung von besonderen Arbeitserschwernissen und die Übernahme der Auszubildenden. So erklärte Hans Reinhard Barth, Vorsitzender des SR-Senderverbands in ver.di: „Zum ersten Mal will die SR-Geschäftsleitung die Beschäftigten von der Gehalts- und Honorarentwicklung der ARD abkoppeln. Das empfinden wir als Affront.“

    Die Tarifverhandlungen beim SR waren im September einseitig von der Geschäftsleitung abgebrochen worden. Erst nach Protesten war eine neue Verhandlungsrunde für den heutigen Mittwoch, den 25. Oktober, vereinbart worden.

    ***Aktualisiert am 25.10.2017 um 12:24***

    Warnstreik beim Saarländischen Rundfunk mit rund 200 Beteiligten Renate Reißner Warnstreik beim Saarländischen Rundfunk mit rund 200 Beteiligten