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    Ärgerliches von den Verhandlungen zur Altersversorgung

    Kurz vor Weihnachten in Berlin:

    Ärgerliches von den Verhandlungen zur Altersversorgung

    Arbeitgeber wollen 825 Mio. Euro

    Die überregionalen Tarifverhandlungen zur Altersversorgung in der ARD endeten am 17. Dezember in Berlin mit einem Eklat.
    Nachdem uns die Arbeitgeberseite bereits in der Gehaltstarifrunde 2015 eine Eigenbeteiligung an der Altersversorgung von 0,4 % mit der Drohung abgepresst hatte, dass es andernfalls zu keinerlei Lohnerhöhung kommen könne, hatten wir den Versuch unternommen, in den überregionalen Tarifverhandlungen diese Einkommens- und Rentenverluste von 0,4 % zur Grundlage unserer Verhandlungen zu machen und diese gleichzeitig wenigstens gerecht zu verteilen. Dieses Zugeständnis unsererseits hat immerhin ein Volumen von 150 Millionen Euro, das die ARD so an Kosten für Gehälter und Renten einspart.
    Auf dieser Grundlage haben in den vergangenen Wochen und Monaten alle Verhandlungen und Arbeitsgruppensitzungen mit der Arbeitgeberseite stattgefunden, die anfangs 690 Millionen Euro allein an der Altersversorgung einsparen wollte, indem die Renten zukünftig von der Tarifentwicklung abgekoppelt und auf höchstens 1% an jährlicher Steigerung begrenzt werden sollten.
    Am Ende der Verhandlung rückten die Arbeitgeber der ARD plötzlich mit noch höheren Forderungen heraus:
    2,3 %
    wollen sie zukünftig an Gehältern und Renten einsparen. Das sind in Summe 825 Millionen Euro. Das bedeutet, dass jeder Festangestellte und jeder Rentner in den Fernseh- und Rundfunkanstalten der ARD im Durchschnitt mehr als 21.000 Euro an Einkommen verlieren soll.
    Am 25. Januar 2016 soll überregional weiterverhandelt werden. Arbeitsgruppensitzungen haben wir bis dahin abgelehnt.

    Sollten die Arbeitgeber der ARD sich nicht wieder auf die bisherige gemeinsame Linie einer gerechten Verteilung einer Eigenbeteiligung an der Altersversorgung von 0,4% zurück begeben, machen allerdings auch weitere Tarifverhandlungen in unseren Augen wenig Sinn.