Nachrichten

    DW gefährdet ARD-Einigung

    DW gefährdet ARD-Einigung

    Am 5. Juli 2017 haben die  Deutsche Welle und die Gewerkschaften ihre Verhandlungen zur Altersversorgung ergebnislos abgebrochen. Grund: Die DW besteht darauf, den auf ARD-Ebene gefundenen Kompromiss zur Dynamisierung der Betriebsrenten materiell zu verschlechtern.

    Barbara Massing erklärte für die DW unnachgiebig, dass es keine komplette „Wertgleichheit“ im Vergleich zu der Dynamisierung der Altersversorgung in der ARD geben werde. Der ARD-Kompromiss sieht

    • eine Anpassung gegenüber den Gehältern um den Faktor x-1
    • bei einer Mindesterhöhung von einem Prozent
    •  in allen Versorgungssystemen

    vor.

    Das würde z.B. bedeuten: Steigen die Gehälter um 2,5 Prozent, werden die Renten um 1,5 Prozent angehoben. Steigen die Gehälter dagegen um 1,5 Prozent, gäbe es eine Rentensteigerung um 1 Prozent. Selbst das ist der Deutschen Welle noch zu viel!

    Sachliche Argumente für die Verschlechterung des ARD-Kompromisses konnte die Deutsche Welle nicht liefern. Vielmehr verweist sie auf ihre Sonderstellung bei der Finanzierung. Offensichtlich gibt es ein politisches Interesse, die Mitarbeiter bei der DW schlechter zu behandeln als die anderer ARD-Anstalten.

    Damit gefährdet die DW den nach 5 Jahren mühsamer Verhandlungen gefundenen Kompromiss. Dadurch gäbe es auch keine tarifliche Altersversorgung für künftige Mitarbeiter. 

    Wir fordern die Deutsche Welle auf, zur Vernunft zu kommen und ihre starre Haltung aufzugeben. Sichere Betriebsrenten für Alt und Jung!

    Den genauen Inhalt der ARD-Eckpunkte, der als Kompromiss auf der zentralen Ebene vereinbart worden ist, findet ihr hier:

    https://rundfunk.verdi.de/++file++591c491be58deb6a15344400/download/170516_ARD_Altersvers_Tarifinfo-Eckpunkte.pdf