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    Abrechnung als "Fremdfirmen"?

    Abrechnung als "Fremdfirmen"?

    Viele Freie aus der DW Akademie erhalten im Moment eine Mitteilung der Personalabteilung, dass sie in Zukunft nicht mehr unter den Schutz des Tarifvertrages für arbeitnehmerähnliche Personen (TVaP) fallen werden, sondern als „Fremdfirmen“ abgerechnet werden sollen.

    Wir möchten hier klarstellen:

    • Als selbstständige/r Freiberufler/in sind Sie keine „Fremdfirma“, sondern fallen unter den Geltungsbereich des Tarifvertrages. Die Anwendbarkeit des TVaP ergibt sich für Gewerkschaftsmitglieder aus dem Tarifvertrag selbst und steht nicht im Belieben der DW!
    • Ausschlaggebend dafür ist, dass Sie mehr als die Hälfte Ihres Entgelts (als Journalist/in ein Drittel) entweder allein bei der DW oder der DW und anderen ARD-Anstalten verdienen (§2 TVaP). Dann erfüllen Sie die Voraussetzung der wirtschaftlichen Abhängigkeit.
    • Ausschlaggebend ist außerdem, dass Sie an mindesten 42 Tagen im halben Jahr bei der DW und anderen ARD-Anstalten beschäftigt sind. Dann besteht soziale Schutzbedürftigkeit. (§3 TVaP)
    • Unerheblich ist es dagegen, ob Sie einen Dienst- oder Werkvertrag abgeschlossen haben mit der DW.
    • Unerheblich ist es weiter, ob Sie Rechnungen stellen oder nicht.
    • Betroffene sollten sich bei der DW zurückmelden, sofern sie bisher überwiegend für die DW und andere ARD-Anstalten beschäftigt waren und weiterhin für die DW tätig sein wollen.

    Ob die jeweiligen Voraussetzungen für die Eigenschaft als arbeitnehmerähnliche Person vorliegen, ist in jedem Einzelfall zu prüfen. Nehmen Sie als ver.di-Mitglied unsere Rechtsberatung in Anspruch!
    Erst noch Mitglied werden? – Kein Problem! Einen Anspruch auf Rechtsberatung haben ver.di Mitglieder ab dem ersten Tag der Mitgliedschaft.

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    ViSdP: Kathlen Eggerling, ver.di Landesbezirk Berlin-Bbrg, Köpenickerstr.30, 10179 Berlin (kathlen.eggerling@verdi.de, 030 88 66 5416)
    Bernd Fiegler, ver.di Landesbezirk Köln, (bernd.fiegler@verdi.de, 0221 / 48 558 483)