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    Aufruhr im Rundfunkrat des BR

    Aufruhr im Rundfunkrat des BR

    (München, 10. Juli 2015)

    Die vierte Sitzung des BR-Rundfunkrats in diesem Jahr fand gestern nicht wie gewohnt nur im Kreise der 47 Mitglieder statt. Die BR-Geschäftsleitung und die CSU wurden von 80 Beschäftigten des BR überrascht, die außerplanmäßig in die um 14:00 beginnende Sitzung platzten.

    Die Gewerkschaft ver.di stürmt mit über 80 Beschäftigten die Rundfunkratssitzung beim Bayerischen Rundfunk. Helge Schwarz BR Rundfunkratssitzung

    Da die Sitzungen des Rundfunkrats grundsätzlich öffentlich sind, begnügte man sich damit, den Interessierten nahezulegen, sich doch bitte beim nächsten Mal eigene Stühle mitzubringen. Aus Platzmangel mussten nämlich einige ver.di-Mitglieder sogar auf den Fensterbänken sitzen.

    Rundfunkrat

    Die Mitglieder des Rundfunkrats sollen im Interesse der Allgemeinheit die Einhaltung des Programmauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks überwachen. Außerdem obliegt ihnen die Wahl und Abberufung der Intendantin oder des Intendanten. Um sicherzustellen, dass der Rundfunkrat die Allgemeinheit wiederspiegelt, setzt er sich aus Vertretern aller relevanten gesellschaftlichen, politischen und weltanschaulichen Gruppen zusammen. Die Anzahl der Mitglieder im Rundfunkrat variiert von Land zu Land. Im Rundfunkrat des BR sitzen demnach 47 Mitglieder, während der rbb-Rundfunkrat laut Rundfunkstaatsvertrag nur 30 Mitglieder zählt. Anders als bei den ARD-Anstalten heißt der Rundfunkrat beim ZDF Fernsehrat.