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    Tarifbruch - nicht mit uns!

    Tarifbruch - nicht mit uns!

    Hat es das schon mal gegeben? Die Intendantinnen und Intendanten der ARD wenden sich zum Auftakt der Tarifrunde im öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit einem gleichlautenden Breif an die Beschäftigten. Sie fordern von uns die Zustimmung zu Kürzungen an der zugesagten Altersversorgung (TV VOhr, ÜTV VOhr, VTV). Jung gegen Alt, schlechtere Renten oder schlechtere Gehälter, das ist der Grundtenor dieses Briefes.

    Was rechtlich nicht möglich ist, Eingriffe in gültige Verträge ohne triftigen Grund, das fordern sie von den Gewerkschaften.

    Betriebsrenten sind vorenthaltener Lohn! Es sollte selbstverständlcih sein, dass sie sich wie dieser entwickeln. Aber das tun sie schon heute nicht, denn nur noch der reine hr-Anteil wird nach der Gehaltsentwicklung dynamisiert.

    Beschäftigte (Feste und Freie), Rentnerinnen und Rentner im hr haben in den letzten 20 Jahren immer wieder Abschlüsse akzeptiert, die zu einer deutlichen finanziellen Entlastung des hr beigetragen haben:

    • Massive Eingriffe in die Versorgungsansprüche
    • Gehaltsverzicht für Altersteilzeit
    • Arbeitszeit- und Zeitwertkonten
    • Job-Ticket
    • Honorarverzicht für soziale Absicherung Freier
    • geringere prozentuale Abschlüsse als in den anderen Rundfunkanstalten und im Vergleich zur Dynamisierung der Gehälter im Öffentlichen Dienst und der Beamten

    Von ähnlichen Entwicklungen der Bezüge der Geschäftsleitung ist in den Gewerkschaften nichts bekannt.

    Wir erwarten, dass Tarifverträge eingehalten werden, egal ob die betroffenen Kolleginnen und Kollegen fest oder frei, jung oder alt, aktiv oder bereits im Ruhestand sind.

    Mit solidarischen Grüßen!

    Die Tarifgemeinschaft im hr

    Doris Piel

    Knud Zilian

    März 2015

    Verantwortlich: Barbara Gabi (ver.di), Knud Zilian (DJV)

    Hier könnt Ihr das komplette Antwortschreiben der Tarifgemeinschaft im hr als PDF herunterladen: