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    Tarifeinigung im Lokalfunk

    NRW

    Tarifeinigung im Lokalfunk

    4. Dezember 2017

    Nach achtmonatigen Verhandlungen haben sich die Tarifparteien im NRW- Lokalfunk auf ein Ergebnis geeinigt: Mit dem Dezembergehalt 2017 bekommen Angestellte und Volontäre eine Einmalzahlung in Höhe von 1.000 Euro. Teilzeitbeschäftigte und Angestellte, die nach April 2017 im Lokalfunk angefangen haben, erhalten die Einmalzahlung anteilig. Ab dem 1. Februar 2018 steigen dann die Gehälter um 1,95 %, der Tarifvertrag kann erstmals zum 30. Juni 2019 gekündigt werden.

    Die Verhandlungen wurden begleitet von verschiedenen Aktionen: Am 14. Oktober trafen sich zahlreiche Kolleginnen und Kollegen in Oberhausen, um bei einer Sitzung der Veranstaltergemeinschaften und Chefredakteure zu protestieren. Im weiteren Verlauf wurden Protestbriefe verschickt und aktive Mittagspausen in Sendern durchgeführt, am 21. November streikten die Belegschaften von Radio Essen, Radio Wuppertal und Radio Köln. Damit konnten u.a. Angriffe der Arbeitgeberseite auf die Jahressonderleistung für diese Entgeltrunde abgewehrt werden.

    „Ohne die Aktionen der Beschäftigten wäre ein Abschluss nicht möglich gewesen“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Christof Büttner. „Wir sind froh, dass wir einen Kompromiss gefunden haben, der einerseits die Erwartungen der Lokalfunkerinnen und Lokalfunker berücksichtigt, andererseits den Arbeitgebern ermöglicht, den Flächentarifvertrag fortzuführen“, beschreibt Alexandra Fobbe aus der DJV- NRW-Tarifkommission die extrem schwierigen Verhandlungen.

    Die Arbeitgeberseite hat sich gewünscht, schon im kommenden Jahr Strukturfragen in Mantel- und Gehaltstarifvertrag zu beraten. Wir haben uns dazu bereit erklärt, weil wir hoffen, dass die Gespräche in ungekündigtem Zustand der Tarifverträge konstruktiver verlaufen.

    Die zuständigen Gremien beider Seiten müssen dem Verhandlungsergebnis noch bis zum 18. Dezember zustimmen.

    Die Tarifinformation im PDF-Format zum Download: