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    Tarifverhandlungen gescheitert

    Saarländischer Rundfunk

    Tarifverhandlungen gescheitert

    20. September 2017

    Die Gehalts-, Honorar- und Tarifverhandlungen auf dem Halberg sind heute ohne Ergebnis abgebrochen worden. Der für nächste Woche angesetzte 5. Termin wurde abgesagt. Und das heißt im Klartext: Die Verhandlungen sind gescheitert.

    Das ist etwas völlig Neues beim SR. Jahrzehntelang haben wir am Tariftisch gemeinsam nach einer sinnvollen Lösung für Beschäftigte und SR gesucht und sie bislang auch immer gefunden.

    Fakt ist: Die Geschäftsleitung hat heute ein nur leicht verbessertes Angebot vorgelegt. Und obwohl die Gewerkschaften bereit waren, über zum Teil deutliche Verschlechterungen bei den Beihilfen und den Jubiläumszuwendungen zu sprechen, will der SR seine Beschäftigten bei den Einkommenssteigerungen von der allgemeinen ARD-Entwicklung abkoppeln.

    Schon aus 6 Euro brutto weniger pro Monat und Nase, wird im Lauf eines Berufslebens eine erkleckliche Summe, denn dieses Minus von 0,2 Prozent ist fortlaufend und damit sehr nachhaltig – im Minus.

    Der von uns bereits 2015 in die Verhandlungen um den Zukunftsfonds eingebrachte Bestandsschutz für langjährige 12a-Freie wird vom Haus immer noch strikt abgelehnt. Lediglich beim Beendigungsschutz war der SR bereit – wie andere Sender auch –, bei denen über 55 und mit mindestens 15 Beschäftigungsjahren die Beendigung nur noch aus wichtigem Grund nach § 626 BGB zuzulassen.

    Das ist uns insgesamt für Feste und Freie viel zu wenig und außerdem ist der Preis dafür auf lange Sicht viel zu hoch.

    Wie geht es jetzt weiter?

    Die Gewerkschaften beim SR laden für morgen,

    Donnerstag, den 21.09.

    von 13 – 14 Uhr

    ins Konferenzgebäude

    Dort wollen wir über den bisherigen Verlauf der Tarifverhandlungen, das „Angebot“ und unsere Basis-Forderungen informieren. Und gemeinsam überlegen, wie wir reagieren und zum Beispiel kommende Woche vor der Sitzung des Rundfunkrates auch die Gremien darüber informieren.

    ViSdP: HR Barth, Ulli Wagner, Peter Henschel