Tarifrunde 2017

    SWR Tarifabschluss: Ein gutes Ende

    Tarifrunde 2017 für Gehälter und Honorare 2017

    SWR Tarifabschluss: Ein gutes Ende

    Nach 5 Verhandlungsrunden einigte sich die Tarifpartner beim SWR auf einen Abschluss, der sich materiell am Volumen des Öffentlichen Dienstes der Länder orientiert. Verdi-Verhandlungsführer Dieter Deiss zeigte sich zufrieden, mit Blick auf die Rahmenbedingungen (Politik, KEF, Beitragsstabilität) dieses Volumen mit einer ordentlichen strukturellen Komponente auf die Beschäftigten des SWR übertragen zu können.

    Im einzelnen bedeutet das:

    Tarifabschluss 2017 SWR Gehalt Honorar verdi Betriebsverband SWR Tarifabschluss 2017 SWR Gehalt Honorar

    Diese linearen Erhöhungen gelten auch für die Effektivhonorare und die jährliche Einmalzahlung für Freie sowie den Familienzuschlag.

    Besonders erfreulich: Nachdem wir viele Jahre die Übernahme von Azubis vergeblich gefordert hatten, garantiert der SWR nun allen Azubis, DH-StudentInnen mindestens ein Qualifikations-Jahr, den Volos eine Rahmenvereinbarung und bekräftigt seine Absicht, sie dauerhaft zu beschäftigen.

    Die strukturelle Komponente beträgt 0,325% des Honorar- bzw. Gehaltsvolumens. Dies entspricht bei den Freien 325000 Euro, bei den Festangestellten 1,2 Mio Euro.
    Bei den Freien wird damit ein Teil der gestiegenen Kosten bei der Honorarfortzahlung im Krankheitsfall finanziert, der SWR übernimmt den anderen Teil. So bleibt alles wie es ist. Zudem wird damit für die Onliner ein Redaktionsdienst mit besonderer Verantwortung finanziert. Die betrifft NOR-Redakteurinnen und andere mit "Senderverantwortung".
    Bei den Festen wird für die Kraftfahrer mit entsprechender Ausbildung die Vergütungsgruppe sechs eröffnet (bisher gibt es dort nur Zuschläge). Außerdem wird verdi in Verhandlungen einsteigen über die Laufbahn für Mediaproducer, über die Aufstiegschancen für CutterInnen und Möglichkeit, IT-Systemadministratoren und Ingeniere "marktgerechter" zu vergüten.

    Alles in allem: Ein gute Ende einer schwierigen Tarifrunde. Die fünf Runden waren notwendig, weil einmal mehr der SWR ein Thema ins Spiel gebracht hat, das bekanntermaßen nur auf ARD-Ebene verhandelt werden kann. Nach der betrieblichen Altersversorung waren es dieses Mal auch noch die gesetzlichen Auskunftsansprüche nach dem neuen §32d und §32e im Urheberrechtsgesetz. Für beide Themen laufen die Verhandlungen weiter.

    Wenn bei der betrieblichen Altersversorgung bis Ende Juli auf ARD-Ebene die letzten Hürden erfolgreich genommen werden, gibt es für die Festen eine Nachzahlung von 600 Euro als Ausgleich für die Abschläge in den vergangenen zwei Jahren sowei eine Anhebung der Gehälter um 0,51% (und darauf dann die jetzt erreichte Tariferhöhung.)