Tarifrunde 2017

    Bremedia-Angebot unzureichend!

    Bremedia Tarifverhandlungen

    Annäherung in Trippelschritten?

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,

    vor den Radio Bremen-Tarifverhandlungen am 6. November habt ihr mit mehr als 130 KollegInnen aus beiden Betrieben deutlich gemacht, dass sich bei beiden Verhandlungen etwas bewegen muss. Aber die Arbeitgeber der Bremedia haben ihr Angebot  am 13. November nur minimal nachgebessert:

    • Ab 1. November 2017: Essensgeldzuschuss in Höhe von 20 Euro für alle Beschäftigten
      (wirkt wie ein Sockelbetrag in Höhe von ca. 0,6%)
    • Ab 1. Mai 2018: Anhebung der Tabellengehälter um 1,6%
      Laufzeit 18 Monate (vorher 24 Monate)
    • Und das auch nur ohne soziale Komponente (30. Urlaubstag, vermögenswirksame Leistungen (VWL), Anhebung des Mehrarbeitsteilers auf 1/169).

    Ihr seht: ein leicht verbessertes Angebot, aber längst nicht auf dem Niveau der anderen Rundfunkanstalten. Das jetzt vorliegende Angebot bedeutet umgerechnet auf zwölf  Monate eine Anhebung von nur 1,5%. Alle anderen ARD-Anstalten haben 4,55% auf 24 Monate (2,275% auf zwölf  Monate) erreicht!
    Auch bei Radio Bremen sieht es nicht besser aus. Das Angebot vom 6. November 2017 bedeutet eine Anhebung von nur 1,67% umgerechnet auf zwölf Monate.

    Dies darf nicht sein, liebe Kolleginnen und Kollegen! Es gibt keinen Grund Radio Bremen und die Bremedia von den Gehaltssteigerungen in der ARD abzukoppeln!
    Durch die vielen Projekte in beiden Betrieben steigen der Arbeitsdruck und die Arbeitsverdichtung erheblich! Die Bereitschaft, dieses zu stemmen, muss sich auch in guten Tarifen auszahlen! Es ist hochgradig ungerecht, dass die Beschäftigten dafür sorgen sollen, dass Anteilseigner wie die Bavaria ihre Rendite sicher ausgezahlt bekommen und die Investitionsprojekte im Sender über Lohnzurückhaltung finanziert werden! Deswegen fordern wir weiterhin eine wertgleiche Anhebung wie bei den anderen ARD-Anstalten in Höhe von 4,55% für 24 Monate!

    Liebe KollegInnen, eure Aktion hat etwas bewegt, aber bis zum Arbeitgeber scheint es noch nicht vollkommen durchgedrungen zu sein. Wir werden jetzt also in beiden Tarifkommissionen beraten, wie wir mit dieser Situation umgehen und euch über weitere geplante Aktionen kurzfristig informieren. Nehmt auch Kontakt zu euren betrieblichen Gewerkschaftsvertretern auf und besprecht mit ihnen eure Einschätzungen!
    Uns eint das Motto: „Ein Betrieb – eine Belegschaft!“

    Für Euch haben verhandelt:
    ver.di: Lars Stubbe (ver.di Hamburg, Verhandlungsführer), Monika Grüning, Michael Henn
    VRFF: Peter Winne, André Blume, Michael Behrens, Jürgen Köster (Landesbundvorsitzender Deutscher Beamtenbund Bremen)