Tarifrunde 2017

    Vertrauensleute des SWR beraten zur Tarifpolitik

    Tarifverhandlungen beim SWR

    Vertrauensleute des SWR beraten zur Tarifpolitik

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    Seit 20. März verhandeln wir über unsere Forderungen in der Honorar- und Gehaltsrunde 2017: Wir fordern 5,5% auf Honorare, Gehälter, Ausbildungsvergütungen und Betriebsrenten. Ferner eine gestaffelte Einmalzahlung als soziale Komponente. Zusätzlich als Vorteilsregelung für verdi-Mitglieder einen Zuschuss zur Berufsunfähigkeitsversicherung.
    Bisher fand eine Verhandlungsrunde statt. Der SWR hat orientiert am Abschluß des öffentlichen Dienstes der Länder eine Steigerung der Honorare und Gehälter in Höhe von 2% ab 2017 und 2,35% ab 2018 angeboten. Strukturelle Verbesserungen oder die Vereinbarung eines Sockels wie im öffentlichen Dienst sind jedoch nicht vorgesehen. Statt dessen brachte die Arbeitgeberseite erneut eine Beteiligung an den erhöhten Kosten für die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall für Freie auf die Tagesordnung. Diese wird jedoch von den verdi-Aktiven im Verbandsvorstand strikt zurückgewiesen. Ferner droht der SWR erneut mit Abschlägen, falls es zu keiner Einigung bei der betrieblichen Altersversorgung kommt. Dann würde sich das Angebot auf 1,78% und 2,05% für die Festangestellten reduzieren. Am 2. Mai findet die nächste Verhandlungsrunde der Tarifparteien im SWR statt.

    Der Bericht und die Diskussion zu diesen derzeit auf Bundesebene stattfindenden Verhandlungen über die betriebliche Altersversorgung war ein weiteres zentrales Thema des Vertrauensleutetreffens. Für die Aktiven im verdi-Betriebsverband ist es wichtig, dass es im Fall von Verschlechterungen bei den Betriebsrenten zu einer Regelung kommt, die eine gestaffelte Belastung entsprechend der Einzahlungen und zu erwartetenden Leistungen aus der betrieblichen Altersversorgung vorsieht. Eine einfach lineare Kürzung der zukünftigen Steigerung bei den Leistungen zur betrieblichen Altersversorung wird nicht als gerecht erachtet. Nach der nächsten Verhandlungsrunde, die am 3. Mai auf Bundesebene stattfindet, wollen wir zeitnah die betriebliche Öffentlichkeit über den Stand der Dinge und unsere Argumente für eine zukünftige Regelung der betrieblichen Altersversorgung informieren.

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    Sehr erfreulich laufen die ebenfalls aktuell stattfindenden Verhandlungen über einen neuen Manteltarifvertrag für Auszubildende, DH-StudentInnen und VolontärInnen beim SWR. Verdi ist hier in die Offensive gegangen und hat einen vollständig überarbeiteten Entwurf des über 30 Jahre alten Tarifvertrages für diese Beschäftigtengruppe vorgelegt. Unter Begleitung von erfahrenen Ehrenamtlichen haben Auszubildende aller Standorte sich in verdi organisiert und eine Verhandlungsgruppe gebildet, die in kurzer Zeit ein hohes Maß an Professionalität bei der Verhandlungsführung und Informationsarbeit entwickelt hat. Unter anderen wird auch über eine Übernahmeklausel für alle beim SWR ausgebildeten jungen Kolleginnen und Kollegen verhandelt. Hier gibt es Signale, dass der SWR dieser Forderung entgegenkommen will. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 6. oder 7. Juni statt.

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    Sehr viel kontroverser wird weiter über die geplante neue Honorarstruktur diskutiert, die ebenfalls seit mehreren Jahren mit dem SWR verhandelt wird. Thema ist dort derzeit die Ausgestaltung der Honorare und Laufbahnentwicklungen. Auch die Honorierung von Leistungen, die für neue multimediale Ausspielwege wie die SWR-App erbracht werden, sorgt immer wieder für Konfliktstoff. Hier hat der ver.di-Betriebsverband im Februar 2017 einen Pilot vereinbart, der einen Honorar-Zuschlag bei Erbringung entsprechender Leistungen vorsieht.
    Noch vor der Sommerpause soll es ein Treffen der Vertrauensleute mit Vertretern des Fachbereichs 8 der Bundesebene geben, um über den aktuellen Verhandlungsstand bei den Tarifverhandlungen für Freie zu berichten und über eine gemeinsame Strategie zu diskutieren, wie wir zukünftig zu einer guten tarifvertraglichen Regelung für Freie kommen.