Hessischer Rundfunk

    Versuchslabor Hessischer Rundfunk?

    Flugblatt des ver.di Senderverbandes hr

    Versuchslabor Hessischer Rundfunk?

    hr-Geschäftsleitung kündigt Versorgungstarifvertrag (VTV) zum 31.12.2015
    na ... wie geht's denn so ohne Altersversorgung? © ver.di Senderverband hr Versuchslabor Hessischer Rundfunk?

    Der hr als Vorreiter und Vorzeige-Sender für die restliche ARD? Denn alle anderen Anstalten können erst zum 31.12.2016 kündigen. Der hr als Versuchskaninchen, zum Austesten, ob man sich gegen Beschäftigte und Rentner erfolgreich durchsetzen kann? Wir sagen: Nicht mit uns!

    Die Kündigung trifft nicht nur die Beschäftigten und Versorgungsberechtigten, deren Arbeitsverhältnis mit dem hr seit dem 1. Januar 1998 begonnen hat (für sie regelt der Versorgungstarifvertrag ‚VTV‘ vom 30. März 1998 die betriebliche Altersversorgung) sondern auch alle ‚Altversorgten‘, die zugunsten der VTV-ler auf Teile der Gehaltserhöhungen und erhebliche Teile der Versorgung verzichtet haben.

    Die Beschäftigten haben bereits Ihren Beitrag zur Sanierung des hr geleistet. Neben massiven Eingriffen in die Versorgungsansprüche gab es u.a. Gehaltsverzicht für Altersteilzeit und geringere Gehaltsabschlüsse als in den anderen Rundfunkanstalten. Doch von allen Versprechungen, die bisher in den vorangegangenen Tarifabschlüssen gemacht wurden, keine Spur!

    Deshalb empfehlen wir: Ein Versuchslabor für die hr-Geschäftsleitung!

    Was bedeutet die Kündigung des Tarifvertrags konkret? Sofern vorher kein neuer Tarifvertrag abgeschlossen wird, tritt der VTV mit Ablauf des 31. Dezember 2015 in die sogenannte Nachwirkung. Dies regelt das Tarifvertragsgesetz. Für die tarifgebundenen Beschäftigten beim hr, also die ver.di-Mitglieder, die bisher unter den VTV fallen, ändert sich ab dem 1. Januar 2016 nichts. Für sie wirkt der Tarifvertrag nach, solange nicht ein neuer abgeschlossen oder der Arbeitsvertrag abgeändert wird. Das gilt auch für diejenigen, die noch im Jahr 2015 Mitglied der ver.di werden. Tarifschutz und die Absicherung des gesetzlichen Anspruchs auf die Nachwirkung des gekündigten Tarifvertrags gibt es nur durch die Mitgliedschaft in der Gewerkschaft.

    Jetzt ver.di-Mitglied werden!
    Weitere Informationen gibt‘s auf unserer nächsten Mitgliederversammlung am 15.09.2015 in K 1 ab 15.00 Uhr. Auf Ihre/Deine Fragen geben wir dort gerne Antworten!

    Achtung! Wichtig zu wissen: Im Nachwirkungszeitraum ab dem 1. Januar 2016 kann auch bei tarifgebundenen Beschäftigten rechtswirksam per Änderung des Arbeitsvertrags die Altersversorgung verschlechtert werden. Deshalb jeden Zusatz und jede Änderung des Arbeitsvertrags darauf prüfen, ob ein Bezug zur Altersversorgung besteht. Im Zweifel nichts unterschreiben ohne Beratung durch ver.di.