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    Dunkle Wolken über der Deutschen Welle haben sich verzogen

    Aufatmen für die DW-Beschäftigten

    Dunkle Wolken über der Deutschen Welle haben sich verzogen

    Ab 2016 erhält der Sender 12 Millionen zusätzliches Budget: Sprachen- und Programmvielfalt sind gesichert, viele Arbeitsplätze gerettet.

    Die Arbeit der Gewerkschaften hat sich ausgezahlt: Die Horrorszenarien des DW-Intendanten Peter Limbourg sind nun vom Tisch. Nach mehreren Demonstrationen der Deutsche Welle-Beschäftigten in Bonn und Berlin sowie einer im Februar auf soliseite.de gestarteten Petition für den Erhalt der Sprachen- und Programmvielfalt in der Deutschen Welle, die tausende Menschen unterzeichnet haben, stimmten Rundfunk- und Verwaltungsrat nun der von Limbourg vorgelegten neuen Aufgabenplanung für die Deutsche Welle bis Ende 2017 zu.

    Dunkle Wolken über den Satellitenschüsseln des Deutsche Welle-Standortes in Berlin ver.di Dunkle Wolken über der Deutschen Welle

    Dazu aus der “M Menschen Machen Medien”:

    Alle Sprachen und TV-Kanäle sollen nunmehr erhalten bleiben, Kosten für Tarifsteigerungen 2014 und 2015 würden bezahlt werden. Von den 60 Kündigungen freier Mitarbeiter wurden 18 zurückgenommen. „Im Ringen um Zustimmung musste Intendant Peter Limbourg jedoch zusagen, einen Ressourcenplan nachzureichen“, erklärte Wolfgang Uellenberg-van Dawen, Gewerkschaftsvertreter im Rundfunkrat. Auch wenn die Bundesregierung weitere 4 Millionen Euro für das Programm avisiert habe, dürfe der Aufbau des englischen Kanals nicht weiter zu Lasten der anderen Sprachredaktionen gehen, so Uellenberg-van Dawen. Es müsse die notwendige Balance zwischen dem englischen Kanal und den anderen Programmen gefunden werden.

    Natürlich ist es sehr gut, dass wir mehr Geld kriegen werden und alle Sprachen sowie Fernsehkanäle erhalten bleiben. Jedoch ist noch vieles offen, was die Sicherung der Arbeitsplätze betrifft“, schätzt Gesamtpersonalratsvorsitzende Ayse Tekin die jüngste Entwicklung ein. Die Personalräte müssen wachsam sein und schauen, wie es ganz konkret weiter gehe. Noch gebe es keine Übersicht, wie viel Personal genau wo gebraucht werde. Auf die Frage, ob denn nunmehr der Personalabbau gestoppt sei, habe es vom Intendanten kein klares Ja gegeben, so Tekin. Und befristete Beschäftigungen? Sie würden dort verlängert, wo es nötig sei, hieß es. Auch das sei eher eine schwammige Aussage. „Bestätigt wurde indes, dass wie geplant weitere Freie eine Beschränkungsankündigung – eine Kürzung ihres Auftragsvolumens – erhalten.“ (wen)

    12 Millionen zusätzliche Mittel

    Deutsche Welle Proteskundgebungen