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    Tarifverhandlungen privater Rundfunk

    Tarifverhandlungen privater Rundfunk

    13.05.2016

    Dritte Runde Tarifverhandlungen privater Rundfunk ergebnislos vertagt


    Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die mehr als 500 Beschäftigten der im Tarifverband Privater Rundfunk (TPR) zusammengeschlossenen Rundfunksender ist am Freitagnachmittag (13. Mai 2016) in Berlin ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Eine weitere Verhandlungsrunde wurde für den 14. Juni in Berlin vereinbart.

    Der TPR hat in der Verhandlung ein nur unwesentlich verändertes Angebot vorgelegt; er bietet eine Tariferhöhung von zwei Prozent für eine Gesamtlaufzeit von 24 Monaten und einmalige Zahlungen von 200 Euro bzw. für niedrigere Tarifgruppen 300 Euro und 400 Euro an.

    „Die Hinhaltetaktik der Arbeitgeber für den Privaten Rundfunk verhindert, dass die Leistung der Kolleginnen und Kollegen in Radiosendern ihre angemessene Anerkennung erfährt, nämlich Einkommenssteigerungen wie in anderen Branchen auch. Die wirtschaftliche Lage der Radios ist in der Medienbranche hervorragend gut, es gibt ausreichend Potenzial für Tariferhöhungen. Die Angebote der Arbeitgeber bleiben dagegen weit hinter unserer Erwartung zurück“, sagte Matthias von Fintel, Verhandlungsführer der Vereinten Dienstleistungsgesellschaft (ver.di).

    ver.di und der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordern eine Erhöhung der Gehälter um 4,5 Prozent ab April 2016 bei einer Laufzeit von einem Jahr.