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    SWR bessert Angebot minimal nach

    Tarifrunde 2015

    SWR bessert Angebot minimal nach

    17.07.2015

    Aber er fordert nach wie vor Tarif-Abschläge für die Altersversorgung der Festen und das Krankengeld der Freien.

    Eine tarifliche Regelung für die Übernahme der Azubis lehnt der SWR ab.  

    Die Tarifverhandlungen am Freitag haben keinen Abschluss gebracht. Der SWR möchte grundsätzlich den Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes in Höhe von 2,1 % (2015) und 2,3 % (2016) übernehmen – allerdings mit einigen Abstrichen.  

    Hintergrund: Der SWR möchte – wie der Rest der ARD – das bisherige Betriebs-Rentensystem verändern. Die Renten sollen künftig deutlich geringer steigen als die Gehälter und Honorare. Da es dazu auf Bundesebene keine Einigung gibt, soll die Tariferhöhung bei den Festangestellten um 0,26 % niedriger ausfallen, um die Rentenerhöhung zu finanzieren. Der SWR ist bereit, die Differenz zurück zu zahlen, WENN es auf Bundesebene zu einer Einigung kommt. Doch was ist, wenn nicht? Sollen wir dann alle zwei Jahre Abschläge für die Renten in Kauf nehmen?

    Kalli Schrumpf, SWR-Redakteur Stefan Tiyavorabun Kalli Schrumpf, SWR-Redakteur

     „Ich habe immer großen Wert auf das Wort von der "Tarif-Partnerschaft" gelegt. Das heißt, ich möchte mich als Arbeitnehmer während der Tarifverhandlungen als Partner auf Augenhöhe fühlen und nicht als lästiger Bittsteller.“

    Außerdem hat der SWR schon in der letzten Verhandlungsrunde das Fass „Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall“ noch einmal aufgemacht. Die Absicherung sei teurer als erwartet, deshalb fordert der SWR, dass auch diese Mehrkosten über Abschläge bei der Tariferhöhung kompensiert werden müssen. Dies lehnen wir ab: Die SWR-MitarbeiterInnen wurden schon 2011 für die Mehrkosten zur Kasse gebeten – damit sind sie laut Tarifvertrag auf Dauer kompensiert.

    Unsere Forderung nach einer Übernahme aller Azubis und Volontäre lehnt der SWR nach wie vor ab. Er hat angeboten, sich stärker um die Weiterbeschäftigung der Auszubilden zu kümmern – zu einer tariflichen Regelung ist er jedoch nicht bereit.

    Der nächste Verhandlungstermin ist am 3. September.