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    Warnstreik im WDR

    Warnstreik im WDR

    08.09.2015

    Warnstreik im WDR setzt Signal vor dritter Verhandlungsrunde

    Die Beschäftigten von WDR und WDR Mediagroup sind am Dienstagmorgen dem Warnstreik-Aufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gefolgt, um vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde um 13 Uhr in Köln ein deutliches Signal in der bereits seit fünf Monaten laufenden Tarifrunde zu setzen.

    Nachdem eine Online-Umfrage unter den ver.di-Mitgliedern im WDR und Live-Umfragen unter den Beschäftigten in den WDR-Studios Essen und Köln eine mehrheitliche Streikbereitschaft ergeben hatte, versammelten sich am Morgen etwa 150 Kolleginnen und Kollegen auf dem Appellhofplatz in Köln zum ersten Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. Akustisch begleitet wurde die Aktion von Giuseppe Verdis „Triumphmarsch“, vorgetragen von Mitgliedern der Deutschen Orchester Vereinigung (DOV) im WDR-Rundfunkorchester.

    „Nach fünf Monaten ergebnisloser Verhandlungen war der Warnstreik ein eindrucksvolles Signal an die WDR-Führung“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Bernd Fiegler. Dabei sei es auch zu kleineren Störungen im Produktionsablauf gekommen.

    In bislang zwei Verhandlungsrunden habe sich der WDR noch immer nicht zufriedenstellend bewegt. Zuletzt hatte der Sender eine lineare Gehalts- und Honorarsteigerung von 1,72 Prozent für das Jahr 2015 und 1,96 Prozent für das Jahr 2016 angeboten und die geforderte Abkopplung von der Tarifentwicklung im Öffentlichen Dienst der Länder mit den Kosten für die Altersversorgung begründet. Nur wenn bei den Renten Einschnitte vorgenommen würden, könne man sich auf mehr einigen, so WDR-Verwaltungsdirektorin Karin Vernau. Kein Entgegenkommen habe der Sender zudem bei den Forderungen nach einem Sockel-Betrag als sozialer Komponente und der Anwendung der linearen Erhöhung auf die Effektiv-Honorare und nicht nur die Mindesthonorare gezeigt.

    Zur Pressemitteilung auf verdi.de