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    WDR: Vorwürfe sexueller Grenzüberschreitungen – Führungskräfte …

    WDR: Vorwürfe sexueller Grenzüberschreitungen – Führungskräfte schritten nicht ein

    13.04.2018

    Über schwerwiegende Vorwürfe gegen Führungskräfte des Westdeutschen Rundfunks (WDR) berichtet die medienpolitische Publikation der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), M-Online. Nach einem der Zeitschrift vorliegenden internen Mailwechsel hatten sich bereits im Jahr 2010 mehrere Frauen an eine Personalrätin des WDR wegen sexueller Grenzüberschreitungen gewandt. Die betroffenen Führungskräfte, die über die Vorfälle informiert wurden, hätten jedoch nicht eingegriffen, berichtet M-Online.

    „Ich wurde aufgefordert, jegliche Vorwürfe und Äußerungen über angebliche sexuelle Belästigungen zu unterlassen. Mein Verhalten störe erheblich den Betriebsfrieden“, sagt ein Redakteur, der die Senderverantwortlichen des WDR auf mehrere Fälle sexueller Grenzüberschreitungen gegenüber Frauen hingewiesen hatte. Das Arbeitsklima im WDR weise seit langem tiefe Risse auf. Hinweise auf sexuelle Belästigung reichen bis Ende der 80er Jahre zurück, heißt es im Bericht auf M-Online.

    M-Online berichtet weiter, dass die Leitung des WDR in einer kurzfristig einberufenen Personalversammlung am Donnerstag (12.4.) verkündet hat, dass nunmehr eine externe Kanzlei als Anlaufstelle geschaffen worden sei, bei der sich betroffene Frauen melden könnten. Auf Nachfrage wurde eine Anwältin der Kanzlei Küttner in Köln genannt. Es handelt sich dabei um jene Kanzlei, die seit Jahren den Arbeitgeber WDR vor Gericht vertritt – auch im Fall des im M-Beitrag genannten Whistleblowers.

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